
Inhaltsverzeichnis
1. Pädagogischer Ansatz
1.1 Mein Bild vom Kind / Haltung / Inklusion
1.2 Förderung der Entwicklungsbedingungen und Möglichkeiten in der Tagespflegestelle
1.2.1 Bewegung:
1.2.2 Spielen und Gestalten, Medien:
1.2.3 Sprache:
1.2.4 Natur und kulturelle Umwelt:
1.2.5 Musisch, Ästhetisch:
1.2.6 Körper, Gesundheit und Sinsesförderung:
1.2.7 Ökologisch:
1.2.8 Naturwissenschaftliche, technische und mathematische Bildung:
2.0 Erziehungsschwerpunkte
3.0 Schutzkonzept
1. Pädagogischer Ansatz
1.1 Mein Bild vom Kind / Haltung / Inklusion/ mein Bild vom Hund
Jedes Kind und jedes Tier sind mit seinen Individuellen Fähigkeiten geboren, diese Fähigkeiten, die noch nicht ausgereift sind. Nehme ich als meinem Pädagogischen Ansatz, meine Pflegekinder, meine eigenes Kind und auch meine Tiere mit guten Erlebnissen, Eindrücken und Emotionen zu bereichern.
Jedes Kind und auch unsere Hündin bringt Begabungen und Talente mit, die entdeckt, gefördert und herausgefordert werden wollen. Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität ist dabei Grundlage jedes Bildungsprozesses.
Ein Ziel meiner pädagogischen Arbeit mit Kindern und Tier ist es, den Kindern zu ermöglichen, ihre individuellen Fähigkeiten zu erweitern und auszubauen. Ich begleite das Kind liebevoll und achtsam und unterstütze es bei seiner individuellen Freien Entwicklung.
Für einen respekt- und würdevollen Umgang ist es mir wichtig, Eltern und Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und durch das Wertschätzen eines jeden einzelnen die Chancen der Vielfalt optimal zu nutzen.
Inklusive Arbeit bedeutet für mich, Gesamtheit der Gesellschaft, keine Unterschiede zwischen Bildungsstand, Religion, kultureller Herkunft, Behinderung, Geschlecht und Alter zu machen.
Ich sehe es nicht nur als Aufgabe und Ziele meiner Pflicht im Gesetz ein Gewaltschutzkonzept zu schreiben, sondern mehr als wichtiger Auftrag und als Chance zur meiner Bestehenden Arbeit mit Kindern. Somit verpflichte ich mich dazu, im pädagogischen Alltag mit Tageskindern.
1.2 Förderung der Entwicklungsbedingungen und Möglichkeiten in der Tagespflegestelle
1.2.1 Bewegung:
Grobmotorik:
Die Kinder haben bei mir die Möglichkeit, zu krabbeln, zu kriechen, zu rollen und beim Laufen lernen hinzufallen und wieder aufzustehen. Sie lernen, Treppen zu steigen, drinnen und draußen mit Fahrzeugen zu fahren.
Draußen im Garten können sie auf Rasenflächen gehen, die Balance halten, hinfallen und wieder aufstehen, klettern, im Trampolin hüpfen, im Krabbeltunnel krabbeln und kriechen. An der Schaukel sich zunehmend selbständiger anzuschaukeln.
Auch des Leckerlis geben über den Futterautomat ist möglich.
Feinmotorik:
Feinmotorisch können die Kinder bei mir:
Erlernen des selbstständigen Essens mit Besteck, erst mit dem Löffel dann mit Messer und Gabel, trinken aus dem Glas, das selbstständige Befüllen des Tellers und des Glases etc.
Das Öffnen und Schließen der Matschhosenträger, Knöpfe, Reißverschlüsse, Klettverschlüsse, Schnürbänder etc.
Den Umgang mit Pinsel, Kreide, Stiften, Farben, Schere, Papier und Pappe, das Auffädeln von Perlen etc.
Streicheln von Bella und den Kaninchen. Bella Bürsten
Leckerli geben.
1.2.2 Spielen und Gestalten, Medien:
Den Kindern und der Balla stehen unterschiedliche Spielmaterialien zur Verfügung oder werden in Impulsen oder bei Projekten angeboten. Sie können von den Kindern erforscht und kennen gelernt werden. Konkret gibt es ansprechendes Material aus der natürlichen Umgebung der Kinder, Verkleidungssachen wie z. B. als Prinzessin oder Prinz, Kinderküche, Kaufladen, Spiegel, Schaukeln, Sandkasten, Rutsche, Fahrzeuge, Musikinstrumente, Spieltisch, Zelt mit Tunnel, Trampolin, Konstruktionsspielzeug, Puppen, Autos, verschiedene Farben, Pinsel, Papiere, Stifte, Knete, Stoffe, wertfreies Material, Naturmaterial, Bilderbücher, Sachbücher, Hörspiel, Musik.
Balla hat einen Ball, Stöcke, viel Platz im Garten, Apportierspiele, Intelligenz Spiele
Digitale Medien wie das Tablet oder der Fernseher werden nur nach vorheriger klarer Absprache genutzt. Wir nutzen im ganzen Haus Alexa.
1.2.3 Sprache:
Durch die tägliche Ansprache, dem „miteinander sprechen“, der Aufforderung zu kommunizieren, durch Zuhören, durch das Verbalisieren von Tätigkeiten, der Betrachtung von Bilderbüchern, Singen, Fingerspiele, Klatschreime etc. Dies beginnt bei unserer Begrüßung und endet mit unserer Verabschiedung.
Das Sprechen ist selbstverständlich freiwillig und nur Ihr Kind entscheidet, wann und was es sagen will. Jedoch erfahren alle Kinder, dass ich sie immer wieder anspreche und durch Sprache unser Tag strukturiert ist.
Auch das Erlernen von Höflichkeiten wie „Bitte“ und „Danke“ und das Streitschlichten gehört zur Sprachförderung.
Kinder, die bilingual erzogen werden, können hier mit anderen Kindern einen ganz ungezwungenen Kontakt mit der deutschen Sprache herstellen. Im Spiel miteinander ist das Erlernen dieser spielerisch und ungezwungen.
Das Kommunizieren mit Balla hilft vielen Kinder deutlicher zu sprechen. Kommandos wie sitz und Platz richtig auszusprechen. Dinge zu sagen die man nicht mit den Menschen besprechen kann.
1.2.4 Natur und kulturelle Umwelt:
Unser Garten und unseren regelmäßigen Spaziergängen mit Bella und Waldausflüge regen zum Erleben von Natur an. Hier können die Kinder bei entsprechender Wetterlage barfuß laufen oder im Matsch hüpfen, hören, riechen, schmecken und fühlen, was die Natur zu bieten hat. Durch das häufige Angebot verschiedener Naturmaterialien erfahren die Kinder viel über Beschaffenheit, Form, Farbe, Temperatur und Geruch. Der Anbau von Tomaten, Gurken, Himbeeren und Johannisbeeren lehrt die Kinder einiges über die Jahreszeiten, den hiesigen Lebensmittelanbau und regt zum Naschen an.
Bella und die 6 Kaninchen
Zu uns gehört, unsere Golden Retriever Hundedame Bella sowie unsere 4 Kaninchen. Unsere Kaninchen Wohnen Ganzjährlich draußen und unsere Hunde Dame lebt im Haus. Unsere Bella Lebt seit April 2018 bei uns und wurde von einem Züchter in Bayern mit 9 Wochen gekauft. Die Züchterin hatte selbst Enkel unter 3 im Haus. Bella ist ausgebildet zum Besuchshund.
Warum sind Tiere so wichtig für Kinder in jedem Alter?
Warum haben wir uns gerade für dieser Rasse entschieden?
Zum einen muss ich erstmal die Rasse Golden Retriever erklären.
Der Golden Retriever ist ein Mittelgroßer Hund mit mittellangem glattem bis welligem Fell. Die Rasse hat ein ausgeglichenes Temperament. Er ist lebhaft und fröhlich und passt sich allem Alltagessituationen an. Er ist mit Beschäftigungsformen zusammen mit seinem Menschen immer zu begeistern, ganz besonders liebt er das Apportiertraining. Der Golden Retriever integriert sich gut in dem Familienleben, er will immer mit seinen Menschen sein und an seinen Aktivtäten teilnehmen.
Warum sind Tiere so wichtig für Kinder?
Ein gut erzogenes, ausgewalltes und in der Familie Integriertes Haustier kann für Kinder nicht nur Begleiter, Freund und Kuschelpartner sein, sondern auch die Kindliche Entwicklung ungemein fördern.
Zum einen Raus in die Natur.
Zum anderen sind Hunde und auch Kaninchen Lebewesen, das in der heutigen Zeit der Naturentfremdung noch die Möglichkeit des Naturerlebens bietet. Die Tiere bieten so den direkten natürlichen Kontakt und somit einen Gegensatz zu einer technisierten Welt mit Fernseher, Computer und Smartphone. Und das verkörpern wir als Familie.
Bei der Hundehaltung und Kaninchenhaltung geht es nämlich nicht drum, die meisten Punkte eines Spiels zu ergattern, andere auszustechen und der Beste zu sein. Es Geht darum, sich auf ein anderes Lebewesen einzulassen, dessen Bedürfnisse zu erkennen und eine Bindung einzugehen, eine Beziehung aufzubauen.
Wer eine Beziehung zu einem anderen Lebewesen aufbaut, bekommt immer wieder eine Rückmeldung, es entsteht eine Interaktion. Die Tiere geben das Kind damit etwas wieder, und das kann kein Computer geschaffenes Haustier eben leiste.
Und dann sind die Tiere sind Immer ein da.
Ein Hund und auch die Kaninchen haben immer Zeit! Gerade dann, wenn die Mama mal im Stress kommt und der Papa müde von der Arbeit Heim kommt. Und Oma und Opa weit weg sind. Gerade Bella Freut sich über die Anwesenheit seiner Menschen, ist gern mittendrin und mit dabei. Die Frage, ob sie Lust auf das Spiel hat, stellt sich hier meist gar nicht. Sie bietet gerade meinen Kindern und auch die Pflegekinder somit eine Nähe, die Eltern nicht ständig in diesem Maß erfüllen können. Heutzutage weiß man, dass allein schon die Anwesenheit eines Lebewesens sich positive auf den Gemütszustand eines Menschenauswirken. Einfach nur mit einem Tier zusammen zu sein, kann daher von einem Kind als sehr positiv empfunden werde. Man fühlt sich nicht allein, es hat immer einen Freund an seiner Seite!
Zusätzlich ist unsere Bella noch ein Verständnisvoller Zuhörer ein Tröster in der Not. Und gerade diese Eigenschaft macht sie für viele Kinder zu etwas ganz Besonderes: Sie ist einfach nur da, sie hört geduldig zu, wenn man Sorgen und Probleme hat. Ihr kann man unbeschwert alle Probleme und Missgeschicke berichten. Sie kritisiert die Handlung des Kindes nicht, sie stellt keine Fragen. Sie ergreift keine Partei, erst recht nicht für den vermeintlichen Gegner, sie gibt auch nicht den Ratschlag „vernünftig“ zu sein und sich anders zu verhalten, als man es eigentlich möchte. Somit ist kein Risiko damit verbunden, der Bella die tiefsten Geheimnisse zu verraten und sich alles von der Seele zu reden. Sie mag das Kind trotzdem, egal, was ist. Die Schwächen des Kindes in ihrem Alltag spielen keine Rolle.
Gleichzeitig sind unsere Haustiere auch Spielkameraden.
Gerade unsere Bella lässt sich in der Regel von Kindern gern zum Spielen motivieren und in das Spiel mit einbeziehen. So sitz unsere Bella gern am Teetisch oder mit im Sandkasten. Bella bekommt immer wieder „Tee“ (in den Fall Wasser) eingeschenkt sowie ein imaginäres Stück Kuchen auf den Teller gelegt oder ein Stück Eis von der Eisverkäuferin und dabei die neusten Erlebnisse von Talia oder Pia erzählt, die sie sich geduldig anhört. Sie liebt die Aufmerksamkeit, die sie von Talia oder Pia erhält, zumal häufig auch Streicheleinheiten für sie dabei sind.
In meiner Tagespflege ist mir es mir besonders wichtig, dass ich dem Kind Werte und Normen vermitteln, Regeln weitergebe und Wissen anzueignen, dazu gehört auch das Zusammenleben zwischen Kind und Haustier zu lernen.
Kinder lernen hier mit Unterschieden umzugehen. Was braucht ein Hund was Braucht ein Kaninchen was brauch ein Junger oder Alter Mensch.
Dazu gehört die primäre Körpersprache von Bella sowie von den Kaninchen zu verstehen, denn nur so können Kinder entsprechen auf sie und seine körpersprachlichen Signale reagieren. Die Kinder, die bei uns mit aufwachen lerne somit ein Tier genau zu beobachten, seine Körpersprache zuerkennen und diese zu deuten. Zum anderen lernen bei uns die Bedürfnisse anderer Lebewesen ob Hund oder Kaninchen zu achten. Neben der Versorgung durch Futter und Wasser sowie die Möglichkeit sich zu lösen, das Bedürfnis nach Bewegung und Nutzung des Sinnes hervorzuheben. Zudem lernen Kinder auch noch Aufgaben zu übernehmen bei den Kleinen Kleine Aufgaben und bei Großen Kinder große Aufgaben wie z.B mithelfen beim Füttern und oder Pflegen. Dadurch, dass Kinder in der Erziehung und Versorgung bei Bella und den Kaninchen mit eingebunden werden, erlenen sie zudem Verantwortung zu übernehmen. Zudem stärkt es ihr Selbstbewusstsein. Die kleinen Ahmen den Großen nach und lernen von ihnen und die Großen lernen das sich gedulden müssen bei den Kleinen.
Wir setzen jedes Jahr verschiedene Obst- und Gemüsesamen an und können daran erleben, wie sich Pflanzen entwickeln.
Mein Erziehungsstil sieht keine religiöse Erziehung vor. Jedoch feiern wir Brauchtumsfeste wie z.B. Karneval, Ostern und Weihnachten ebenso wie Geburtstage, Halloween und wenn es sich ergibt auch Feste aus anderen Kulturkreisen.
1.2.5 Musisch, Ästhetisch:
Die Kinder haben Zugang zu verschiedenen Instrumenten, diese werden sowohl im Freispiel als auch zum gemeinsamen Singen und Musizieren genutzt. Die Kinder werden, auch durch das Einsetzen von Radio, an verschiedene Musikrichtungen herangeführt.
Das große Sortiment an Verkleidungssachen regt zum Verwandeln in andere Rollen, Berufe, Lebewesen an. Daneben steht den Kindern in regelmäßigen Impulsen ausgefallenes, kreatives Material zur Verfügung welches zum Experimentieren einlädt.
1.2.6 Körper, Gesundheit und Sinnesförderung:
Vor den Mahlzeiten waschen wir uns an der Badewanne gründlich die Hände, nach den Mahlzeiten putzen wir uns gemeinsam die Zähne und waschen uns Gesicht und Hände, auch nach den Toilettengängen waschen wir gründlich die Hände. Im Bad hat jedes Kind ein separates Handtuch und eine eigene Zahnbürste.
Umgang mit Pflegesituationen:
Auf Wunsch des Kindes starten wir mit dem Toilettentraining. Ausschlaggebend dafür ist, dass das Kind seinen Harn- und Stuhldrang spürt und es selbst den Willen zur Toilettennutzung zeigt.
Beim Windeln wechseln trage ich grundsätzlich Handschuhe, Grundsätzlich stelle ich allen Kindern eine Windelhose in Gr. 4-6 zur Verfügung, diese werden dann in Stehen gewechselt. Bei kleineren Kindern oder Babys lege ich jedes Kind eine separate Unterlage auf die mobile Wickelunterlage. Wenn das Kind stuhlt, wasche ich es in der Badewanne mit Wasser ab. Nasse oder stark verschmutze Kleidung wird sofort gewechselt und später den Eltern mitgegeben.
1.2.7 Ökologisch:
Ein sorgsamer Umgang mit den gegebenen Ressourcen wird den Kindern stets vermittelt z. B. beim Zähneputzen das Wasser abzustellen, das Licht in unbenutzten Räumen immer zu löschen, Lebensmittel, die unser Garten hergibt werden genutzt und verarbeiten, Obst und Gemüse wird saisonal geholt und geliefert, möglichst wenig Lebensmittel werden weggeworfen, der Müll wird in deutlich dafür vorgesehene Behälter getrennt. Vieles stellen wir aus einfachen Dingen selbst her, die jedes Zuhauses hat z. B. Knete. Wertfreies Material steht den Kindern jederzeit zum Basteln, Bauen und Erkunden zur Verfügung.
1.2.8 Naturwissenschaftliche, technische und mathematische Bildung:
Erste Erfahrungen mit Mathematik können die Kinder bei dem regelmäßig stattfindenden Angebot vom umfüllen unterschiedlich großer und breiter, teils befüllter Gefäße machen, bei den regelmäßigen Körpergrößen messen, beim Bauen mit verschiedenen Konstruktionsmaterialien. Hierbei machen die Kinder auch gleich Erfahrungen mit Statik. Erfahrungen mit der Schwerkraft werden durch das Fallenlassen von verschieden schweren und verschieden großen Gegenständen gemacht. Beim Malen mit Farben erleben sie, dass sich diese mischen lassen und dadurch neue Farben entstehen können. Bei Reparaturen und Wartungen der Spielgeräte werden die Kinder mit einbezogen, je nach Entwicklungsstand können auch alte Elektrokleingeräte mit Werkzeug auseinandergebaut werden.
2.1 Erziehungsschwerpunk
Ich verstehe meine Aufgabe als Tagespflegeperson darin, jedes Kind dabei zu unterstützen, zu einer selbstständigen Persönlichkeit heranzureifen. Bei unserem täglichen Zusammensein haben die Kinder die Möglichkeit zu lernen, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und Sorge zu tragen, dass diese auch befriedigt werden. Jedoch ist es dabei ebenso wichtig zu erfahren, dass jeder auch auf den anderen und dessen Bedürfnisse Rücksicht nehmen muss, dass nicht immer alles sofort passieren kann und wir geduldig miteinander sein müssen, damit es allen gut geht.
Um den Kindern Halt und einen sicheren Rahmen zu bieten, gibt es für alle klare Regeln und eine Struktur im Tagesablauf sowie logische Konsequenzen in Bezug auf das eigene Handeln. Bei der Kindererziehung ist es mir wichtig, Möglichkeiten zum Selbstständigkeitserwerb zu geben wie z.B. sich selbst an- und ausziehen, selbstständig essen und trinken, selbstständig die vorbereitete Umgebung wieder aufzuräumen, selbstständig zu spielen und zu gestalten, sowie selbstständig Erfahrungen machen zu können.
Selbstständig bedeutet in dem Fall aber nicht „alleine“, ich unterstütze und begleite die Kinder selbstverständlich bei all ihrem Tun und Handeln. Hier dürfen sich die Kinder auch mal dreckig machen, hinfallen und sich an ihre Grenzen wagen. Kinder die fallen dürfen, lernen mit der Zeit so zu fallen, dass sie sich nicht wirklich verletzen, und sie können ihre körperlichen Fähigkeiten viel besser einschätzen.
Ebenso liegen mir die Teilhabe und der situative Ansatz sehr am Herzen. Es ist mir wichtig, dass die Kinder ganz nach ihren Möglichkeiten, ihrem Entwicklungsstand und den gegebenen Umständen ihren Tag bei mir mitbestimmen. So lernen sie, dass sie selbst dazu beitragen können, dass ihre Vorlieben, Wünsche und Ideen umgesetzt werden. Dies können sie z. B. beim Auswählen der Mahlzeiten für die kommende Woche. Ich habe eine Vielzahl von zubereiteten Mittagessen fotografiert und ausgedruckt, die Kinder können anhand der Fotos das Essen für die nächste Woche auswählen. Um nicht jede Woche das gleiche wünschen zu können, werden die gewählten Speisen für die folgenden 4 Wochen aussortiert.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner pädagogischen Arbeit ist die spielzeugreduzierte Umgebung. Täglich prasseln unendlich viele Eindrücke auf Ihr Kind ein, diese zu verarbeiten ist wahre Schwerstarbeit. Daher bin ich bemüht, den Kindern eine Umgebung zu bieten, die es ihnen möglich macht, sich zwischen wenigen aber bewusst ausgewählten Spiel- und Beschäftigungsmaterialien entscheiden zu können. Ich lege Wert darauf, dass den Kindern Material zur Verfügung steht, welches in seiner Beschaffenheit nicht allzu vorgefertigte Spielmöglichkeiten bietet, sondern vielmehr Dinge, die zum kreativen und unterschiedlichen Einsatz kommen können. Dies fördern die Konzentration und geistige Ausdauer, da sich Ihr Kind nicht fortlaufend zwischen einer Vielzahl von verschiedenen Dingen entscheiden muss und zwangsläufig das Gefühl bekommt, egal für was es sich entscheidet, es verpasst jede Menge „anderes“.
Grundsätzlich arbeite ich gerne mit Sinne anregendem Material, wie z.B. Kleister, Farben, Pinsel, Wolle, wertfreiem Material, den unterschiedlichsten Papieren, Naturmaterialien wie z. B. Steine, Muscheln, Kastanien- oder Bohnenbad. Für alle Kinder werden diese Materialien immer wieder als Impuls zur Verfügung stehen.
3.0 Schutzkonzept
Informationen zum Schutzkonzept und zum Beschwerde Management
Liebe Eltern,
Kinder sind Träger unverhandelbarer Rechte. Wir haben alle gemeinsamen Sorgen zu tragen, die Rechte der Kinder zu wahren und dem Kinderschutz in umfassendem Maße gerecht zu werden. Kinder sind unser wichtigstes Gut und müssen sich darauf verlassen können, von uns geschützt zu werden.
Zwischen das Landradsamt Alb-Donau-Kreis und mir als Kindertagespflegeperson Susann Walter wurde eine Vereinbarung zum Schutzauftrag der Jugendhilfe gem. §8a ABS VII und § 72a SGB VII getropften. Somit verpflichte ich mich das Kindeswohl zu schützen und bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung geeignete Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen einleiten. Das bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines Tageskindes Gefahreneinschätzung + Hinziehen einer INSOFA. Dass die Erziehungspersonen sowie das Kind sind in Gefährdungseinschätzungen einzubeziehen, sowie wirksamer Schutz des Kindes nicht in Frage zu stellen.
Ich als Tagesmutter obliegen dem Landradsamt und den Jugentamt die Pflicht und Verantwortung, ein Schutzkonzept zu entwickeln und festzuschreiben. Die rechtliche Grundlage hierfür findet sich in § 45 Abs. 3.1 SGB VIII. mein Gewaltschutzkonzept soll dazu beitragen, die Rechte der Kinder zu wahren und dem Kinderschutz in umfassendem Maße gerecht zu werden. Es ist Bestandteil der meiner Konzeption in der Kindertagespflge Kunterbunteraffenwald. Dieses Schutzkonzept beschreibt mein Bild vom Kind, mein Verständnis vom Handeln in einer professionellen Tagesmutterpartnerschaft und soll sicherstellen, dass alle Beteiligten ihrer Verantwortung für den Schutz der Kinder vor seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt innerhalb der Kindertagespflege recht werden.
Ich als Leitende Tagesmutter im Kunterbunteraffenwald (gemäß § 8a SGB VIII) habe mich außerdem verpflichtet, Kindern Schutz und Fürsorge zu gewährleisten und die Rechte der Kinder wahrzunehmen. § 8a SGB VIII beinhaltet die Regelungen zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung in Kinderbetreuungen. Um diesem Schutzauftrag gerecht zu werden, wurde ein Verfahrensablauf entwickelt. Dieses Verfahren beinhaltet vor allem auch eine Verantwortung für die Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern. Um meine Arbeit auch zu diesem Thema von Beginn an transparent zu gestalten, ist es wichtig, Sie über meine Verantwortung zum Kinderschutz zu informieren. Ich bin im Rahmen meiner Verantwortung verpflichtet, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung umgehend tätig zu werden. Das bedeutet, mit Ihnen zum Wohle Ihres Kindes vertrauensvoll zusammenzuarbeiten, Sie bei Bedarf in ihrer Elternrolle zu unterstützen und bei Notwendigkeit (Verdacht auf Kindeswohlgefährdung) auch das Jugendamt einzubeziehen. Gerne informieren ich Sie im Detail über mein Schutzkonzept in all seinen Bestandteilen. Kommen Sie auf mich zu.
Beschwerde Management
Ich möchte Sie/ euch immer bitten, bei mir Kritik, Konflikte und auch mit anderen Anliegen anzusprechen. Ich habe dazu einen Weg festgelegt, auf dem Beschwerden und Anliegen von Erwachsenen und Kindern gleichermaßen ernst genommen, geklärt und bearbeitet werden. Mein Ziel ist es, in einem Klärungsprozess eine möglichst hohe Zufriedenheit bei allen Beteiligten herzustellen. Darüber hinaus gibt uns jeder Hinweis von Ihnen die Möglichkeit, aus Situationen zu lernen und zu Recht kritisierte Dinge zu verbessern. Viele kleine Missverständnisse und Unzufriedenheiten lassen sich im Alltag sicherlich auch weiterhin im direkten Gespräch mit mir persönlich lösen. Ist auf diesem Wege keine Lösung möglich oder handelt es sich um eine Beschwerde, die für Sie von besonderer Bedeutung ist, können Sie Ihr Anliegen schriftlich oder mündlich gegenüber mir zukommen lassen. Sie können sich auch gern direkt an die jeweilige Jugendämter wenden. Die Kontaktdaten finden Sie auf der meiner Homepage. Die Anliegen Ihrer Kinder werden bei mir sehr ernst genommen und im Rahmen des Alltags aufgegriffen. Ermutigen Sie gern Ihre Kinder, ihre Anliegen einzubringen und an Lösungen mitzuarbeiten. Mir ist wichtig, dass wir in einer guten Erziehungspartnerschaft mit Ihnen gemeinsam Ihre Kinder begleiten. Ich hoffe, dass diese Verfahren dazu beitragen.
Eltern Information Verpflichtung in leichter Sprache
Liebe Eltern, es gibt die Kinder-Rechte.
Das bedeutet:
Alle Kinder haben Rechte.
In den Kinder-Rechten steht zum Beispiel:
Jedes Kind hat das Recht,
zu lernen,
zu spielen.
Auf Schutz vor Gewalt.
Zum Beispiel:
Erwachsene dürfen Kinder nicht schlagen.
In den Kinder-Rechten steht auch, welche Pflichten Eltern haben.
Zum Beispiel:
Eltern müssen gut für ihr Kind sorgen,
ihrem Kind genug zu essen und zu trinken geben,
ihr Kind gut behandeln.
Meine Kindertagespflege Kunterbunteraffenwald muss darauf achten, dass alle die Kinder-Rechte einhalten.
Ich als Tagesmutter und auch meine Familie mit Pia, Talia und Simon als mein Mann arbeiten gerne mit Ihnen – den Eltern – zusammen.
Denn es soll Ihrem Kind gut gehen.
Ich und meine Familie unterstützen Sie gerne, wenn Sie Unterstützung brauchen.
Wir können auch dem Jugendamt Bescheid sagen.
Das tun wir, wenn wir denken: es geht Ihrem Kind nicht gut.
Sie – die Eltern – sorgen nicht gut für Ihr Kind.
Dann bekommt Ihre Familie Unterstützung vom Jugendamt.
