Das Ankommen

1. Das Ankommen mit der Bedürnissorientieren Kindertagespflege

1.1 Vor dem Ankommen

Nachdem Sie mit mir in Kontakt getreten sind, möchte ich Sie zu einem kleinen „Schnupperbesuch“ bei mir daheim einladen. Dieser Besuch ist für beide Seiten unverbindlich und nach Absprache.

Für den nächsten oder übernächsten Tag vereinbaren wir ein kurzes Telefonat und bei beiderseitigem Interesse vereinbaren wir einen neuen Termin. Bei diesem Termin geht es um die Klärung aller organisatorischen und fachlichen Fragen und Voraussetzungen, des Konzeptes und des Vertrages. Hier finden wichtige und verbindliche Absprachen zwischen Ihnen und mir statt, sowie ein erstes Entwicklungsgespräch. Ihr Kind ist selbstverständlich bei den folgenden Terminen mit eingeladen. Durch diese zwei „Vorbesuche“ sind die Umgebung und ich für Ihr Kind schon nicht mehr ganz so fremd.

1.2 Warum ist das Ankommen so wichtig?

Um dem Kind den Einstieg in die Tagespflegeeinrichtung und die Trennung von ihrer gewohnten Bezugsperson zu erleichtern, gehört besonders bei Krippenkinder eine Ankommen zeit zur Grundlage meiner Tagespflegeeinrichtung. Die Phase ist elementar wichtig für Ihr Kind, für Sie und für mich. Durch langsame und begleitete Kontaktaufnahme zwischen Ihrem Kind und mir können zum einen Ihr Kind und Sie sich in „Trennung“ üben und zum anderen kann ich eine Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen. Ihr Kind bestimmt die Geschwindigkeit und auch die Dauer der.  Die Ankommen Zeit ist eine sehr sensible und auch intensive Zeit, auch für mögliche andere Kinder der Gruppe. Sie – die anderen Kindern – lernen die neue Familie kennen und müssen Rücksicht nehmen. Da ich mich intensiv um das neue Kind kümmere, stehe ich für die anderen Kinder in dieser Zeit nicht zu ihrer sonst gewohnten Aufmerksamkeit zur Verfügung. Daher ist das Ankommen in der Regel zeitlich klar begrenzt und es kann ausnahmsweise in Einzelfällen sein, dass sich ein Termin auch mal verschiebt, weil ein anderes Kind meine volle Aufmerksamkeit benötigt. Grundsätzlich muss es immer allen gut gehen.

Mir ist es zusätzlich wichtig, dass sie sich mit ihren Kind vorher mit den Thema „Trennung“ beschäftigen. Lesen sie ihren Kind kleine Bilderbücher über z.B: „Jetzt gehts in die Krippe,“ vor. Zeigen sie ihren Kind Bilder von mir und meiner Familie aus meiner Konzeptionsmappe oder von meiner Homepage.

Wichtig ist auch das sie Zeit einplanen für das Ankommen (Ca. 6 Wochen). Das bedeutet, beginnen sie erst mit dem Arbeiten wenn ihr Kind sicher hier ist. Oder planen sie währenddessen keinen Umzug oder neue große Ereignisse. Und schieben sie die Phase nicht dazwischen.

1.3 Wie gestalte ich Das Ankommen ?

Das Ankommen gestalte ich nach der Bedürnissorientiertierung

Ich staffelt sich in verschiedene zeitliche Phasen. Die einzelnen Phasen und ihre Schwierigkeiten werden im Vorfeld im Gespräch mit Ihnen gut und genau besprochen. Verbindliche terminliche Absprachen müssen getroffen werden, um ein erfolgreiches Ankommen zu ermöglichen. Jedes Kind wird (auch wenn es nur ein bis zwei mal die Woche die Kindertagespflege) besucht sollte in der ersten Woche Täglich zu mir mit seinen Eltern kommen. Die dafür entstehenden Kosten werden separat im Betreuungsvertrag erklärt und dokumentiert.

Ihr Kind ist Angekommen sobald es sich die vereinbarte Betreuungszeit von mir betreuen und umsorgen lässt, ohne unter der Trennung von Ihnen zu leiden.

1.3.1 Phase 1: „Schnuppertermine“

Die dreitägige Grundphase

Beginnen sie ab jetzt Rituale einzuführen die sie die ganze Ankommen zeit beibehalten. Das kann z.B sein, immer den selben Rucksack nehmen oder dem Kind ein „Übergabe Objekt“ zu geben ,dass das Kind nur mitnimmt wenn es in die Tagespflegeeinrichtung kommt. Erzählen sie ihren Kind das sie mich jetzt Besuchen.

Zu Beginn steht das gegenseitige, vorsichtige Kennenlernen im Vordergrund. Ein Elternteil bleibt zur Begleitung die ganze Zeit mit dem Kind bei mir. Ich nehme immer wieder Kontakt zu Ihnen und Ihrem Kind auf und binde mich zunehmend mehr in Ihr Spiel ein. Ihr Kind erlebt hier schon, geschützt durch Sie, den Tagesablauf und lernt die gängigen Regeln kennen. Sie ziehen sich zunehmend aus dem Geschehen zurück. In der Regel dauern diese Kontakte etwa eine Stunde an drei Tagen.

1.3.2 Phase 2: „Rückzug der Bezugsperson“

In dieser Phase kommt es zu einem ersten Trennungsversuch vom Kind. Sie ziehen sich ganz aus dem Geschehen um Ihr Kind heraus. Es wird ein fester Platz vereinbart, wo Sie nicht sichtbar für Ihr Kind sind, an dem Sie für Ihr Kind zwar jederzeit erreichbar sind, ihm aber nicht mehr als Spielpartner zur Verfügung stehen. Lässt sich Ihr Kind nun mehr und mehr von mir ablenken und bespielen und lässt es Kontakt durch die anderen Kinder zu, kann man nach wenigen Tagen mit der nächsten Phase beginnen.

1.3.3 Phase 3: „Trennungsübungen“

Stabilisierungsphase

Nach genauer Absprache mit Ihnen über den Verlauf verabschieden Sie sich für eine kurze Zeit von Ihrem Kind, bleiben aber in der Nähe des Hauses. Wichtig dabei ist, dass Ihr Kind immer von Ihnen darüber informiert wird, wohin Sie gehen und wann Sie wieder kommen. Heimliches Herausschleichen darf nicht sein. Schafft es Ihr Kind, sich von mir dauerhaft trösten und ablenken zu lassen, kommen wir in die letzte Phase.

1.3.4 Phase 4: „Stundenweise Betreuung“

Schlussphase der Eingewöhnung

Sie bringen Ihr Kind zu einer in Zukunft üblichen Zeit zu mir, verabschieden sich nach einer kurzen Weile von Ihrem Kind und vereinbaren eine Abholzeit mit Ihrem Kind. Ziel ist es, am Ende dieser Phase die tägliche Betreuungszeit auf die Bedürfnisse Ihrer Familie auszuweiten, ohne das Kind zu überfordern.

1.4 Familienbilder

Um die vorübergehende Trennung von Ihnen ggf. besser zu verkraften und um einen Teil von „Zuhause“ immer bei sich zu haben, wäre es schön, wenn Sie ein Familienbild gestalten würden. Während der Ankommens Phase lade ich Sie herzlich dazu ein, ausgewählte Fotos von Ihren Familienmitgliedern, Haustieren und/oder was auch immer Ihre Familie ausmacht, mitzubringen und diese mit Ihrem Kind gemeinsam an unseren dafür vorbereiteten Platz einzukleben und zu dekorieren. Dieses Familienbild wird dann in kindgerechter Höhe aufgeklebt und kann von Ihrem Kind jederzeit „besucht“ werden.

Zusätzlich bitte ich Sie, ein separates Bild von Ihrem Kind für unsere Fotoraupe mitzubringen.